Posts mit dem Label Filme werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Filme werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

21. Oktober 2012

Freude

"Doch Sie haben Unrecht wenn sie denken, die Freude im Leben würde hauptsächlich aus menschlichen Beziehungen erwachsen. 

Gott hat sie überall um uns herum angelegt. 

Sie steckt überall drin, in allen Dingen, die wir fähig sind zu erfahren. Die Menschen müssen nur ihre Sichtweise auf diese Dinge verändern." 

(Zitat - Into the wild, 2007; Quelle Bild: http://twscritic.files.wordpress.com/2012/03/into-the-wild-2007.jpg)

17. Oktober 2012

American Beauty

'Ich habe ständig gehört, dass in der Sekunde, bevor du stirbst, dein ganzes Leben vor deinen Augen abläuft. Zunächst einmal, ist jene Sekunde gar keine Sekunde, sie zieht sich ewig hin, wie ein Meer aus Zeit. Ich sah, wie ich im Pfadfinderlager auf meinem Rücken lag und Sternschnuppen beobachtete ... und wie gelbes Laub von den Ahornbäumen fiel, die unsere Straße säumten ... oder die Hände meiner Großmutter und wie ihre Haut wie Papier wirkte ... und das erste Mal, als ich den brandneuen Firebird von meinem Cousin Tony bestaunte ... und Janey und Janey ... und Carolyn ... 

Eigentlich könnte ich ja ziemlich sauer darüber sein was mir widerfahren ist, aber es fällt mir schwer wütend zu bleiben, wenn es so viel Schönheit auf dieser Welt gibt!

Manchmal habe ich das Gefühl, all die Schönheit auf einmal zu sehen - doch das ist einfach zu viel. Mein Herz fühlt sich dann an wie ein Ballon, der kurz davor ist zu platzen. Und dann geht mir durch den Kopf, ich sollte mich entspannen und aufhören, zu versuchen, die Schönheit festzuhalten. Dann durchfließt sie mich wie Regen und ich kann nichts empfinden außer Dankbarkeit für jeden einzelnen Moment meines dummen kleinen Lebens.' 

(Aus: American Beauty, 1999, Sam Mendes)

15. Oktober 2012

Wie beim ersten Mal

Ich habe lange nicht mehr so bei einem Film lachen können, wie bei 'Wie beim ersten Mal' von David Frankel, der vor wenigen Tagen neu in die Kinos kam. Die beiden Hauptdarsteller Meryl Streep (die ich übrigens abgöttisch liebe) und Tommy Lee Jones verkörpern ihre Rollen gekonnt - sie mimt die frustrierte Hausfrau, die ihren Mann nach 30 Jahren der Ehe zu einer Paarberatung schleift, er spielt den griesgrämigen Ehemann, der nicht sonderlich daran interessiert ist, seinen routinierten Lebensstil zu brechen. 

Der Film dreht sich im Wesentlichen um die Frage, was bleibt in einer Liebesbeziehung, wenn alle Träume gelebt, alle Ziele verwirklicht und alle Höhen bzw. Tiefen durchwandert sind? Was bleibt, wenn man meint, sich zu kennen, wie die eigene Westentasche, wenn alle Geheimnisse verraten und alles Mysteriöse verschwunden ist? Was bleibt?

Diese Frage stellt sich auch Kay, die sich in ihrer Beziehung mit Arnold zunehmend unwohl fühlt und sich den alten Schwung in der Partnerschaft zurück wünscht. Als ihr nun eines Tages ein Flyer von einem Paartherapeuten in Maine in die Hände fällt, ist die Sache für sie klar und sie bucht eine Woche Intensiv-Therapie. Obwohl sich Arnold zunächst mit allen Mitteln gegen die Reise stellt, lässt er sich letzten Endes doch mehr oder weniger darauf ein. Er begleitet Kay nach Maine. Dort angekommen beginnt eine, zumindest für den Zuschauer, sehr humorvolle Abfolge von Therapiesitzungen, bei denen mal der eine, mal die andere wutschnaubend oder völlig verzweifelt den Sitzungsraum verlässt. 

Ob sie am Ende wieder zueinander finden, bleibt ein Geheimnis...

Auch wenn die Hauptakteure einige männlich und weibliche Attribute stark stereotypisieren, tun sie dies doch mit einer großen Portion Humor und in ihrer ihnen ganz eigenen Feinsinnigkeit. Eines wird dem Zuschauer schnell klar - so viele Unterschiedlichkeiten diese beiden Menschen auch trennen, eines verbindet sie doch: Ihre Liebe zueinander. In den Figuren kann sich wahrscheinlich jedes Paar, das schon ein paar Jahre zusammen ist, zumindest ein wenig wiederfinden. 

Ich liebe solche Filme!

Quelle Bild: http://www.filmkritiker.com/wp-content/uploads/wie-beim-ersten-mal-film-bild01.jpg

7. Oktober 2012

Best Exotic Marigold Hotel - absolut sehenswert

Ein außergewöhnlich herzerwärmender Film von Regisseur John Madden basierend auf dem Roman 'These Foolish Things' (2004) von Deborah Moggach.

'Am Ende wird alles gut, und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.' (Sonny, Dev Patel) ist wohl das leitende Zitat aus dem Film 'Best Exotic Marigold Hotel'. 

Dev Patel, bekannt aus dem im Jahr 2008 erschienenen Film 'Slumdog Millionär' von Danny Boyle, spielt den Leiter eines Hotels in Jaipur (Indien), der noch recht jung bereits in erheblichen finanziellen Nöten steckt und dem die Schließung seines geliebten, mit Herzblut geführten Hotels, nah bevorsteht. 

Als sich nun sieben englische Senioren anmelden, ist er überglücklich und beschließt, ihnen die schönste Zeit ihres Lebens zu bereiten. Evelyn, Muriel, Norman, Douglas, Graham und Madge sind aus ganz unterschiedlichen Beweggründen zu dieser Reise aufgebrochen und begegnen der sich ihnen gebotenen Situation in Indien mit ebenso unterschiedlichen Reaktionen - Humor, Verbitterung, Liebe, Angst...von allem ist etwas dabei.

Jeder von Ihnen versucht auf seine ihm ganz eigene Art und Weise mit seiner Lebenssituation fertig zu werden und stößt in Indien auf Menschen, die ganz verschiedene, mit all ihrer Berechtigung existierende Perspektiven auf das Leben, seine Freuden und auch Ungerechtigkeiten, demonstrieren.

Die Charaktere sind eigenwillig und mit einer hohen Sensibilität gezeichnet. Der Autor hat hier wirklich wunderbare Arbeit geleistet.  Auch die Landschaftsaufnahmen und das Leben in Indien wird, soweit ich es beurteilen kann, authentisch skizziert. 

In mir rief der Film die jähe Erinnerung daran wach, welche Wunder das Leben zu bieten hat, wenn man sich nur darauf einzulassen vermag. Diesen durch und durch lebensbejahenden Film kann ich nur wärmstens empfehlen. 


Weitere Quelle: www.wikipedia.de

30. Juni 2012

Extrem laut und unglaublich nah

Eine unglaublich gute Empfehlung meine Kollegin vor ein paar Wochen war der Roman 'Extrem laut und unglaublich nah' von dem US-amerikanischen Schriftsteller Jonathan Safran Foer, der 2002 bereits den Roman 'Alles ist erleuchtet' und 2009 das Sachbuch 'Tiere essen' heraus brachte.

Ich muss zugeben, dass ich den Autor vorher nicht kannte und  mich erst an den Schreibstil gewöhnen musste, der doch sehr außergewöhnlich ist.

Die Geschichte, beziehungsweise die Geschichten, die im Buch abwechselnd und von unterschiedlichen Personen erzählt werden, handeln zum einen von Oskar, einem Jungen aus New York, der am 11. September 2001 seinen Vater beim Terroranschlag auf das World Trade Center verliert und sich nun völlig verstört auf die Suche nach eben diesem begibt...und zum Anderen von Oskars Großmutter bzw. Großvater, die ihre ganz eigene Geschichte erzählen, ihrerseits wiederum geprägt von vielen Verletzungen und traumatisierenden Erlebnissen, Oskars Geschichte einen Rahmen, einen Zusammenhang geben.

Beide Geschichten finden im Laufe des Buches zusammen und vereinen sich in ihrem Mut, ihrer Trauer und der Liebe, die alles miteinander verbindet.
Die Charaktere sind mit viel Tiefgang gezeichnet und geben einem die Möglichkeit, Empathie und Mitgefühl zu empfinden in einer Weise, die uns Menschen, wie ich finde, wirklich vereint.

Ich habe das Buch verschlungen und bin nie müde geworden, die nächsten Details über Oskars Reise, über die Geschichte seiner Familie zu erfahren. Das Buch ist mitreißend, mutig, liebevoll, tieftraurig und sehr fantasievoll.

Gestern habe ich mir dann auch den gleichnamigen Film zu dem Buch angeschaut. Hierzu muss ich allerdings sagen, dass der Film sich lediglich an dem Buch orientiert, jedoch lange nicht so vielschichtig ist, viele Details und auch ganze Buchpassagen auslässt, dafür aber auch Einiges hinzufügt, das so im Buch nicht zu finden ist. Der Film ist wirklich gut gemacht und hat mit Tom Hanks und Sandra Bullock auch zwei wirklich hochkarätige Schauspieler in den Hauptrollen, könnte meiner Meinung nach das Buch jedoch nicht ersetzen.

Heute habe ich mir direkt ein weiteres Buch von Jonathan Safran Foer gekauft 'Alles ist erleuchtet', von dem ich Euch natürlich gerne berichten werde.

8. Mai 2012

Das Ende ist mein Anfang - Tiziano Terzani


Ich habe im Kino noch nie so hemmungslos und vollkommen ausgiebig geweint, wie bei diesem Film. Und nicht nur ich, sondern, ich denke ich lehne mich damit nicht zu weit aus dem Fenster, auch jeder andere, der an diesem Abend den Kinosaal mit mir betreten hat.

Der Film behandelt die wahre und in ihrer Einfachheit genauso ergreifend wie herzerwärmend dargestellte Geschichte des letzten Lebensabschnittes von Tiziano Terzani, dessen Buch "Noch eine Runde auf dem Karussell" ich hier bereits vorgestellt habe.

Als Tiziano merkt, dass sich sein Leben dem Ende neigt, bittet er seinen Sohn Folko, der in New York lebt, ihn zu besuchen, um ihm einige ihm wichtige Erkenntnisse aus seinem Leben und in Bezug auf das Leben, die ewige Reise zu dem Selbst, näher zu bringen. Folko verfasst hieraufhin das Buch "Das Ende ist mein Anfang", aus dem später de gleichnamige Film entsteht.

Die Hauptdarsteller Bruno Ganz und Elio Germano geben die Geschichte authentisch wieder und bringen die Zuschauer in wunderbarer Weise in Kontakt mit einem Thema, das wir nur zu gerne verdrängen...das Loslassen, das Sterben.

Der Film ist nicht das, was Kino-Fans einen Blockbuster nennen würden, also eher einer Geschichte der leisen Töne, mit viel Tiefe in der Beschreibung der persönlichen Beziehungen und des Wunders des Lebens...und Sterbens.

27. April 2012

Ein Film für die Ohren!

Seit Jahren einer meiner absoluten Lieblingsfilme und der Grund, warum ich das Klarinette-Spielen begonnen habe.

Caroline Link hat einfach eine Gabe, die man nicht vielen Filmemachern zuschreiben kann - ein Händchen für die richtige Auswahl der Schauspieler, die richtige Filmmusik und eine mitreißende und berührende Story. Auch die Filme "Im Winter ein Jahr" und "Nirgendwo in Afrika" entstammen ihrer Feder. Als Drehbuchautorin und Regisseurin veröffentlichte sie 1996 den Film "Jenseits der Stille" mit Tatjana Trieb und Sylvie Testud in den Rollen von Lara als Kind und Lara als Erwachsene.

Lara wächst als Kind von gehörlosen Eltern auf, erlernt früh die Gebärdensprache und unterstützt Ihre Eltern bei allen Hürden, die sich der Familie im Alltag stellen.
Als ihre Tante ihr zu Weihnachten eine Klarinette schenkt, erhält sie Zugang zu der Welt der Musik. Gerade diese trennt sie jedoch immer mehr und mehr von ihrem Vater, der ihre Passion nicht teilt und sie zudem verantwortlich macht für den Tod ihrer Mutter, die bei einem Fahrradunfall ums Leben kommt. Die Familie droht zu zerbrechen...

Auch wenn der Film schon einige Jahre auf dem Buckel hat - Es lohnt sich, ihn zu schauen und vor allem zu hören!


                                                 - Filmmusik von Niki Reiser -